Große Pflanzaktion im Bopparder Stadtwald

Das Forstamt gewann die Holzschutzmarke Xyladecor als Setzling-Sponsor für seinen FSC®-zertifizierten Wald

Die Staatsforsten des Landes Rheinland-Pfalz sind seit einiger Zeit FSC-zertifiziert. Der Bopparder Stadtwald ist in diesem Bundesland der Pionier für verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Er war der dritte Wald in der Bundesrepublik, der dieses begehrte Holzsiegel führen durfte. Diese drei Buchstaben stehen für Forest-Stewardship Council® und somit für nachhaltige Bewirtschaftung. Auf diese legt Dr. Gerd Loskant, der Leiter des Forstamts Boppard, großen Wert, und so wurde dieser FSC-zertifizierte Stadtwald zu einem Vorzeigeobjekt am Rhein.

Unter dem Motto „Holzschutz ist Waldschutz“ entstand nach Ideen und großer finanzieller Unterstützung von Xyladecor in Heidenrod (Westtaunus) der 1. FSC-zertifizierte Schulungswald mit 30 Lernstationen. In sehr kurzer Zeit wurde dieser Wald, in dem auch Infotafeln dem Holzschutz und der Holzpflege gewidmet sind, zum Wissens-Infopoint unter freiem Himmel mit einem Wald-Klassenzimmer.

2000 Setzlinge schließen Lücken

Gegen Naturgewalten wie Orkane oder lang anhaltende Trockenheit, verbunden mit z.B. Borkenkäferbefall, sind selbst FSC-zertifizierte Wälder machtlos. Bei solchen „Unglücken“ (Schäden) ist dann der Mensch gefragt. Er muss eingreifen, pflanzen und fachmännisch aufforsten, nachhaltig vorgehen, sagen die Forstexperten dazu. Xyladecor steht für nachhaltigen Holzschutz und damit für eine bessere Zukunft für Wald und Mensch. Deshalb fördert diese Marke von AkzoNobel mit zielgerichteten Pflanzaktionen den Erhalt der deutschen Wälder. Am 18.10.2014 wurden im Bopparder Stadtwald 2000 Setzlinge gepflanzt. Neben dem Baum des Jahres, die Traubeneiche, waren die Baumarten Buche, Walnuss, die im Forstamt Boppard besonders geförderte Elsbeere und Eibe vertreten. Für das Pflanzen im Wald konnte die Deutsche Waldjugend, angeführt von deren Bundesleitern, gewonnen werden. Schon beim Aufbau des Schulungswaldes in Heidenrod leistete sie einen großen Beitrag zur Realisierung dieser sichtbaren und fühlbaren Waldpädagogik.

Lokale Persönlichkeiten pflanzten mit

Die Traubeneiche, den Baum des Jahres, setzten symbolisch der Bopparder Bürgermeister Dr. Walter Bersch und der Leiter des Forstamtes und Initiator Dr. Gerd Loskant. Besonders sensibel beim Pflanzen der Setzlinge waren die verantwortlichen Damen dieser Pflanz-Aktivität. Anja Grand vom Sponsor Xyladecor und Lea Esser von der Deutschen Waldjugend halfen darüber hinaus auch mehreren Schulkindern, „ihrem“ Baum ein neues Zuhause zu geben.

Die Zukunft der Wälder fest im Blick und noch ein Stück "Holz-Vergangenheit"

Lea Esser, stellvertretende Bundesleiterin Deutsche Waldjugend, wünscht sich noch viele weitere Pflanzaktionen, die von Firmen mit Weitsicht finanziert werden könnten. Anja Grand aus dem Xyladecor Marketing ist stolz darauf, dass ihr Unternehmen in einer Unesco-Weltkulturerbe-Region aktiv werden konnte. Sie betonte jedoch auch, dass es für Xyladecor schwierig werden wird, die Landschaft rund um Boppard mit seinem Wald als grünem Rahmen der Kulturlandschaft „Oberes Mittelrheintal“ bei weiteren geplanten Pflanzaktionen zu toppen.

Bei dem anschließenden schmackhaften Waldimbiss waren sich alle einig. Dieser Wald, u.a. mit herrlichem Ausblick auf den Rhein, ist viel mehr als die Summe seiner Bäume. Er verfügt über eine starke symbolische und märchengleiche Ausstrahlung und Anziehungskraft für Jung und Alt, für Einheimische und Gäste. Ihn gilt es zu erhalten. Diese Pflanzaktion war der Beweis dafür, und die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder der Deutschen Waldjugend und der Schulkinder verdeutlicht, dass die Jugend auch im digitalen Zeitalter dem Wald verbunden ist.

Und in Boppard, das wissen die Einheimischen und die Möbelinteressierten, wurde 1796 Michael Thonet geboren. Er ist der Erfinder der weltbekannten Bugholzmöbel. Seine bahnbrechende Idee: Er bog heiß gedämpfte Buchenprofile zu Möbelformteilen. So stellte er mit seinen Söhnen besonders schöne Stühle, Bänke, und Tische und Schaukeln her. Den Werkstoff dazu erhielt er zu Beginn seiner Karriere aus dem Bopparder Wald, der zu dieser Zeit jedoch noch nicht - wie heute - nachhaltig bewirtschaftet war.